...nun ist meine ruckkehr schon einen monat her!!! ich bin wieder zu hause, ich arbeit schon seit uber zwei wochen in einem restaurant als kellnerin. es ist nicht immer leicht, aber das leben
geht weiter. ich stehe unter einem ziemlichen kulturschock - inwieweit mich dieser beeinflusst ist schwer zu sagen! in vieler hinsicht muss ich mich nun wieder neu orientieren, studium,
lebensweg.... die vielen erfahrungen in ghana haben mich einfach sehr gepragt und meine augen geoffnet. ich lebe mit viel mehr lebensfreude als zuvor!!!!!
anfang september geht es dann nochmals fur zwei wochen nach ghana auf besuch - ich freue mich schon sehr darauf!!!! wie es nachher weitergeht ist noch nicht ganz gewiss....wahrscheinlich studium
der sozialen arbeit...wo????
wie gesagt, ich muss mich neuorientieren, mir mein leben neu einrichten! es ist nicht leicht zuruckzukommen, es wird noch einige zeit dauern, bis ich die so vielen erlebten sachen verarbeitet
habe!!!
und ich vermisse ghana und meine freunde und bruder doch so oft!!!!
ganz viele liebe grusse an euch so fleissige leser,
vielen dank,
Barbel
Am Donnerstag frühmorgens landete das flugzeug in frankfurt. Am flughafen musste ich mir noch meine karte für den anschlussflug für innsbruck besorgen, was ohne probleme geschah.
Ich fühlte mich ganz emotionslos und doch durcheinander. Ich ging auch gleich zum gate für den flug nach ibk. Nach einigem warten, wer stand da nicht auf einmal vor mir??? Tomm und maximilian.
Einerseits konnte ich es kaum glauben, andererseits war ich auch nicht mal so erstaunt. Ich stand komplett neben mir… der flug nach ibk, neben mir tomm, verlief auch ohne probleme. Doch wie viel
schnee auf den bergen lag….und die berge überhaupt…und nirgendwo roter sand, wie in ghana, sondern alles so grün, es kam mir schon recht komisch vor… wie würde es erst sein, wenn ich richtig
angekommen war? Am flughafen in ibk, er ist ja richtig winzig, sah ich schon meine eltern, oma und noch jemand (ich konnte meinen augen kaum trauen…sabine) am balkon und winkten mir zu. Koffer
abgeholt und raus…. Wer hat da nicht alles schon freudig auf mich gewartet…..mami, papi, oma, opa, tante marianne mit pflegerin, sabine, hannah, martina,…. Umarmungen, ankunftsfoto machen. Dann
gingen wir alle noch am flughafen zusammen etwas essen!!! Alle haben gefragt, ich habe erzählt, einige wenige fotos und mitbringsel gezeigt, und die glasscherben eines zerbrochenes bildes aus dem
koffer geklaubt. Dann ging es mit den meisten in die vowei!!! Aus dem flughafen raus. Wie groß doch alles war, wie sauber, so viele schöne autos, so wenige menschen auf den straßen….so seltsam.
Ich recht konfus das ganze Mittagessen hindurch. Gedanken in ghana, statt deutscher worte wollten immer englische aus meinem mund herauskommen. Alle haben mich natürlich ausgelacht. Einige kurze
anrufe in ghana, dass ich gut angekommen war. Dann zeigte ich noch einige ausschnitte des hochzeitsfilmes meiner gasteltern, bevor es zum caffeetrinken in die stadt ging, wo ich dann mit sabine
und gilli, dann auch noch mit tomm und ewald gemütlich zusammensaß und erzählte. Danach ging es ab nach hause. BOZEN!!! Dort wo ich im moment hinwollte, um meinen konfusen kopf schlafen zu
legen!!!
Vielen dank, thank you very much, grazie mille, merci beaucoup, medawasi paa!!!!!
Die kommenden tage verliefen mit rasten, verschiedene freunde zu treffen und hallo zu sagen, mich versuchen halbwegs zurechtzufinden und zu verstehen, dass ich zurück in europa und nicht mehr in ghana war… alles nicht so einfach. Die letzten achteinhalb monate in ghana haben mich stark geprägt. Einerseits in vielen dingen immer noch die gleiche, habe ich mich aber auch in vieler hinsicht verändert. Es wird noch einige zeit brauchen bis ich wirklich richtig zu hause angekommen bin. Kulturschock braucht seine zeit….das weiß ich aus erfahrung!!!! Wie wird mein ghanaaufenthalt meine zukunft prägen….das ist eine große frage und wird sich mit der zeit herausstellen ;-)!!!!!
Auf alle fälle möchte ich an diesem punkt vielen danken! Vor allem meinen eltern, die mir diese einmalige, super, aber auch nicht immer einfache zeit ermöglicht haben!!!! Vielen herzlichen
dank!!! Meinen verwandten, meinem freund, der mich immer unterstutzt hat und meine entscheidung respektiert hat, meinen freunden, die immer interessiert waren, mit mir in kontakt waren und
auch immer ein offenes ohr für mich hatten, den salesianern in ghana und alle die mich unterstützt haben!!!
Morgens ging ich zur morgenmesse und verabschiedete dann set und martin, die nach accra fuhren um einige dinge zu erledigen. Eigentlich war es ja nicht der richige abschied da sie mir versprachen rechtzeitig zurückzukommen…. Dann gab mir bobo einige seiner powerpointpräsentationen und fotos. Ich sah stanley kurz, verbrachte meine zeit ein bisschen zeit im internet, wo ich und divine versuchten nana italo facebook zu erklären. Dann begleitete mich divine nach tema, um mir als lösung meines gewichtproblemes einen koffer zu kaufen. Wir gingen direkt zu melcom, wo ich auch gleich einen koffer fand – qualitätskoffer, um für uns einen extrem niedrigen preis!! Und zurück ging es mit dem taxi nach don bosco, wo wir nur noch schlösser führ die koffer zu kaufen hatten. Divine hatte sich für die arbeit herzurichten und ich ging Mittagessen. Nach dem Mittagessen sah ich noch peter lambon, der gekommen war, um einige dinge abzuholen, die ich ihm von sunyani mitgebracht hatte. Wir ratschten und die zeit verging viel zu schnell. Auch stanley kam nochmals um mich zu sehen. Die zeit war so knapp, dass ich dann innerhalb einer halben stunde duschte, koffer um- und zusammenpackte und nana, arnaud verabschiedete. Bro günther war sehr im stress, so fuhr er ohne auf bobo zu warten schon zum donbosco tor, wo er dann doch noch wartete. Zum glück ich hatte mich ja noch nicht verabschiedet gehabt und er wollte mich ja auf den flughafen begleiten. Stanley kam auch noch schnell angerannt, um mir noch ein letztes mal good bye zu sagen!!! Dann war ich auf dem weg zum internationalen flughafen in accra. Nach einer halben stunde waren wir dort. Vor dem eingang traf ich iris, die ich in sunyani nicht mehr gesehen hatte und die, wie lieb, extra zum flughafen gekommen war, um mich zu verabschieden. Doch, in accra, dürfen nur personen mit ticket in den flughafen hinein. Wie bobo es geschafft hat an der kontrollperson vorbeizukommen, keine ahnung….!!! Auf jeden fall super…! Iris musste aber draußen warten. So ging ich einchecken und dann nochmals kurz hinaus, um noch einen ratscher mit iris zu machen und die adresse auszutauschen. Zurück hinein zu bobo, der ganz zufällig einen salesianer aus seiner heimatpfarrei getroffen hatte. Ich war nervös, wartete auf set und martin, die mir versprochen hatten noch zum flughafen zu kommen, um mich zu verabschieden. Nervöses und trauriges warten. Wenigstens hatte mir divine versprochen, dass er am gate auf mich warten würde. Set steckte im stau und kam und kam nicht. Tja, nach mehreren preboarding aufrufen blieb mir nichts anderes übrig um zu gehen. Bobo begleitete mich so weit, wie er gehen durfte. Der abschied war schmerzvoll, doch da ich mich beeilen musste, leider oder vielleicht auch zum glück kurz… natürlich kamen, auch genau fünf minuten zu spät set und martin zum flughafen. Was für ein pech! ich passierte passkontrolle und anderes und gelangte ans gate, wo ich dann auch divine traf. Ich wartete neben ihm, da er für klm preboarding zu machen hatte. Mir ging es nicht gut. Mit dem letzten geld auf dem telefon rief ich noch bobo, philemon, die salesianer in odumasi an, auch arnaud meldete sich noch. Divine auch nicht glücklich über meine abreise, forderte mich auf, mich gefälligst zusammenzureisen, da er zu arbeiten hatte und daher auch nicht die fassung verlieren durfte. Und mir gelang es sogar… dann hieß es für mich aber entgültig ins flugzeug zu steigen. Mir hatte es sehr gut getan, mit divine die letzten minuten zu verbringen, das hatte mir sehr geholfen! Ins flugzeug, abflug, eine nacht in der ich filme anschaute und musik hörte und versuchte, nicht zu viel zu denken. Was würde kommen? Wie würde es sein?
Früh aufgestanden, die letzten paar sachen zusammengepackt, das letzte mal im boys home geduscht. Dann habe ich mich mit den anderen ins büro gesetzt und noch den von sister elis mir geschenkten kuchen zusammen zu essen, sogar asare ist nochmals auf einen sprung vorbeigekommen, um sich zu verabschieden und hat mir noch ein bild gebracht. Wir haben gewartet und gewartet. Geheißen hatte es, dass das auto mit set, father italo, bobo und martin mich um acht uhr abholen würde um nach ashaiman zu fahren (bobo hatte eine prüfung in accra, italo fuhr zu einer priesterweihe und martin musste computergeschäfte in accra erledigen, so hatte ich das glück, dass die salesianer ein auto nach ashaiman schickten), gekommen sind sie dann gegegen neun uhr fünfzehn. Bis dahin habe ich den gedanken des abschieds hinausgeschoben. Und dann war es aber doch so weit. Dramani, steven, lisa, maria, evelyn und david habe ich ein letztes mal umarmt. Ich glaubte mein herz würde zuerspringen… ins auto gesetzt, das letzte mal aus boys home hinausgefahren, beim DBBH-schild vorbei, die straße entlang, die ich in den letzten monaten so oft auf und ab gegangen bin, zur poly-roundabout-kreuzung, die straße entlang, die ich so oft mit dem rad vom haus meiner familie in die stadt gefahren bin und entgültig raus aus sunyani. Wie lange ich gebraucht habe mich zu beruhigen….sehr lange. Als mir dann aber noch david ein sms schickte, dass er bis zu dem moment als ich in das auto gestiegen war nicht geglaubt hatte, dass ich fahren würde, war es mit meiner fassung wieder vorbei. Die Auto fahrt verlief recht ruhig, mit einem zwischenstop an einer tankstelle und bei irgendwelchen schwestern. Staus haben uns aber nicht verschont, in kumasi sowie vor accra steckten wir fest. Ich war so froh, dass ich in einem auto mit mir vertrauten menschen saß und vor allem, dass bobo mit dabei war und ich mich nicht auch von ihm schon hatte verabschieden müssen. Durch die viele gemeinsam verbrachte zeit, die gemeinsame arbeit waren wir uns gegenseitig sehr ans herz gewachsen… in ashaiman angekommen, brachten wir unsere sachen auf unsere zimmer. Ich wog meinen koffer mit der personenwage ab. Oh schreck!!!! 35 kg!!!! Man darf zwar bei langstreckenflügen mit lufthansa zwei gepäckstücke mit je 23 kg mitnehmen, aber das gewicht eines koffers darf nicht 32kg übersteigen…. Ich würde schon eine lösung finden. Ich ging zum abendprayer und zum abendessen. Dann begrüsste ich arnold, der gerade von seinem unterricht gekommen war. Ich traf stanley, gab ihm die cd mit den fotos unsere gemeinsamen tage auf dem schiff und machten uns auf den weg divine zu sehen. Gemeinsam, die beiden informierten mich nicht mal richtig, stiegen wir in ein taxi, holten noch einen weiteren freund ab und fuhren zu einer „disco" um noch etwas zu trinken. Außer uns war kaum jemand da… wir saßen, tranken etwas, aber ganz war ich mit den gedanken nicht da. Die abreise am nächsten tag bedrückte mich, auch wenn mir divine ununterbrochen sagte, ich solle nicht daran denken… dann ging es per taxi wieder zurück, stanley fuhr weiter zu ihm nach hause und ich stieg mit divine bei don bosco aus. Aber da es schon gegen halb 12h war, waren die zwei wilden und gefährlichen hunde schon frei gelassen. Divine ging hinein, sie kennen ihn und sperrte sie in zwei verschiedene räume, der wachmann sollte sie nach fünf minuten wieder frei lassen… dann liefen wir hinter der schule vorbei zum salesianerhaus. Vor lauter eile stieß ich mir meine große zehe an einem kanaldeckelgriff und brachte somit einen blauen nagel als andenken mit nach hause. Im salesianerhaus war mir noch gar nicht zu schlafen zu mute. So saßen ich und divine zuerst vor der küche und danach im bügelzimmer und ratschten, bis ich dann doch dem ganzen ein ende bereitete und schlafen ging.
Montag. Frühmorgens stand ich auf. Ich hatte mir in den kopf gesetzt noch ein letztes mal nach odumase zu fahren um mit den salesianern, novizen und einigen schülern die morgenmesse zu feiern. Da es regnete charterte ich ein taxi und nahm am weg zur schule noch sofia und dann ernest und bernard mit! Nachher frühstückte ich noch mit den salesianern und verewigte ich mich im gästebuch, bekam meinen pass von bro paolo. Ich verabschiedet mich noch von einigen leuten in der schule, bevor ich in die stadt fuhr. Ich ging zu grannys geschäft, wo mir ama edel mein abschiedsgeschenk meiner gastmutter aushändigte. Es waren diese traditionellen sandalen bzw flipflop, die man in europa höchstens zu fasching anziehen kann! Am abend schenkte ich sie vor dem schlafengehen evelyn, die sich schon lange diese sandalen kaufen wollte. Ich war froh sie los zu sein, sie wären zu hause nur herumgelegen und sie freute sich darüber! Dann brannte ich einige dateien von meinem stick auf eine dvd am pc von pro life, holte meine letzten kleidungsstücke bei solid ab und verabschiedete mich bei ihm. Als ich ins DBBH kam, hatte mir marcus endlich die gebrannte dvd mit dem film von der hochzeit meiner gasteltern vorbeigebracht. Doch teil 2 fehlte. Eigentlich dachte ich nicht, dass ich ihn noch kriegen würde, doch er brachte ihn dann doch am abend nach der send off party noch vorbei. Verabschiedet von mir hat er sich jedoch nicht, er hatte mir gesagt er würde noch einmal vorbeikommen um mir tschüss zu sagen, getan hat er es nicht… warum? Keine ahnung! Ich fand es einfach schade! Im boys home probten die jungs gerade für meine send off am abend. Daher verzog ich mich ins zimmer und packte dann eigentlich den ganzen Nachmittag meine sachen in den neuen koffer. Trotz des brandes hatten sich dann doch noch einige sachen angesammelt…ich war ein bisschen verwundert! Ich hatte noch dieses und jeniges einigen leuten zurückzugeben, kopierte noch schnell musik von davids pc auf meine stick, schrieb einige zeilen am pc, mister anane hatte mich darum gebeten und dann war es schon fünf. Zeit für die geladenen gäste für meine send off party zu kommen! Ich duschte noch schnell – sehr wichtig in ghana – und ging dann noch vom boys home zur nimpong hotel junction, um mich von den leuten an der straße zu verabschieden. Diese leute hatten mich in den letzten monaten jedes mal begrüßt und verabschiedet, wenn ich zum boys home gekommen oder weggegangen war. Ich hörte immer von links und rechts erwachsene, sowie kinder „sister ama" rufen! Auf meinem verabschiedungsrundgang kam mir auch schon der novizenbus entgegen! Der rest der gäste war dann auch bald da und meine send off party konnte beginnen! Mein letzter abend in sunyani, DBBH begann mit meiner send off party! Das ganze wurde natürlich mit einem gebet eröffnet und dann die plätze am langen tisch an die ehrengäste vergeben, wie in ghana brauch… ich war dort umgeben von sister elis, sofia, und anderen. Um die stimmung aufzulockern spielten wir ein spiel – der der den hut am kopf hatte wenn die musik ausging, musste das spiel verlassen… zum essen gab es jollofrice, hühnchen, salat, pizza – vom ganzen habe ich nur drei bissen hinunterbekommen. Außen hin zwar mit einem lächeln, war mir innen ganz anders zumute… die devise war, nur nicht an den grund des zusammenkommens und die abreise denken, um nicht die fassung zu verlieren!!! Nach dem essen kam der gefürchtete teil. Von verschiedenen leuten wurden kleine geschenke überreicht und kurze worte an mich gerichtet, mahmut mit einem bild und lied, harry mit einer kleinen bibel und leibchen, raphel mit „greetings von ghana" und prince mit einer plastikrose, ein kreuz von don bosco boys home oratory, plastikblumen von sofia, maria mit jesus von den novizen, und vom DBBH ein traditionelles ghanaisches gewand und ein lied von den jungs, nachdem sie mir alle die hand schüttelten! Dann kamen wunderschöne worte von bobo an mich gerichtet. Diese habe ich mitbekommen. Dieser moment wird mir immer in erinnerung bleiben. Obwohl mein kopf wie lehr gefegt war, musste ich dann auch noch einige worte an meine gäste richten… damit ging die send off party dem ende zu. Musik wurde zum tanzen aufgelegt und die gäste strömten mir entgegen, um sich zu verabschieden. Schlimm, traurig, ich kann das gefühl nicht beschreiben. Von den volunteeren verabschiedete ich mich, dann ging ich noch zum bus, wo die novizen gerade einstiegen. Benedict druckte mir zum abschied noch sein taschentuch in die hand, john bosco ein marienbildchen und dann konnte ich nur noch winken und dem bus mit tränenverschleiertem gesicht nachschauen! Robert war auch beim gehen, ich wollte ihn gar nicht mehr loslassen, aber es musste sein – so viele sonntagvormittage hatten wir miteinander verbracht, gerastet, geratscht… wann werde ich ihn wohl wieder sehen? Die nächste verabschiedung war von asare, der auch bei der ganzen feier dabei gewesen war. Nicht nur mein gesicht war nass, sondern auch seines am ende. Und dann kam noch marcus vorbei, der mir den zweiten teil der hochzeitscd brachte, verabschiedet hat er sich dann nicht mehr bei mir. Eigentlich war mir ja nicht zu tanzen zumute, aber ich wollte die letzten stunden noch mit den jungs verbringen. Richard gab mir ein extrem nettes selbstgebasteltes bild, ich ratschte noch mit eric und godfred, drei traurige personen zusammen. Ich tanzte trotzdem noch ein bisschen und wartete bis musik und licht abgeschalten wurden. Gordon sprach noch mit mir, thomas hang an mir, beide arme um mich geschlungen und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Ich begleitete sie zur study hall und schickte sie alle zu bett. Das letzte mal, dass ich sie gesehen hatte! Eigentlich war es schon unheimlich spät, aber noch nicht zeit zum schlafen gehen für mich… ich saß noch mit evelyn im zimmer, die letzte nacht zusammen im zimmer, wir beide hatten die drei monate zusammen sehr genossen. Es fiel uns schwer daran zu denken, dass ich am morgen fahren würde. Sie schenkte mir auch noch eine grüne halskette! Die geschenke, alle verpackt, musste ich noch auspacken und in meinen koffer hineinquetschen. Erstaunlicherweise hatte alles platz!! Schlafen hieß es dann, lange war es ja nicht mehr hin bis zur abreise am kommenden morgen…
Sonntag.
In der früh fuhren wir ausnahmsweise mit allen boyshome jungs zur messe nach odumase. Mein letzter gottesdienst dort. Fr silvio kündigte auch am anfang der messe an, dass ich ghana verlassen würde und am ende wurde ich gemeinsam mit den geburtstagkindern zum segen hinausgerufen! Nach der messe hieß es abschied nehmen von der kindergruppe laura vicunia. Linus ließ mich nicht gehen ohne dass mir die kinder ein dankes- und abschiedslied gesungen hatten, dankesworte ausgesprochen hatten und natürlich hatte ich auch noch einige abschiedsworte zu sagen! Das frühstück im noviziaz hatte ich damit aber leider verpasst. Somit saß ich noch vor der pfarrei, schrieb einigen noch ein paar erinnerungs- und dankeszeilen auf fotos von mir und wartete ab bis robert sein gruppentreffen abgeschlossen hatte, um mit ihm auf dem motorrad nach don bosco zu fahren, wo uns natürlich wieder einmal sofia, unangekündigt, bei seinem haus erwartete. Letzter Sonntag, letztes sonntagvormittagtägliche zusammensein bei robert, letzter ratscher, war es wirklich wahr, dass ich am übernägsten tag sunyani verlassen würde…??? Ich konnte es einfach nicht glauben. Zum Mittagessen ging ich ein letztes mal ins noviziat um zusammen mit meinen brüdern zu essen!!! Danach saß ich mit john im musikzimmer. Er wollte mit mir zusammen noch ein abschiedslied singen. Beiden fiel es schwer. Musik und abschied, die kombination macht alles noch viel schwerer. Nach einigen ansätzen gaben wir es auf… es war einfach zu viel für uns beide. Eine schöne zeit ging zu ende für die wir so dankbar waren, aber wir wollten den abschied einfach nicht wahr haben. Es tat so weh! Einige worte über unseren gemeinsamen momente von ihm, einige tränen von mir… ich glaube dieses bild wird für ewig in meinem kopf festgebrannt sein! Leider oder auch zum glück unterbrach uns bobo und schlug zum aufbruch zum oratory ins boys home. Das letzte mal die leute von der missionary groupe abgeholt und ins boys home. Ich musste mich sehr zusammenreißen, mich überkam es einfach immer wieder… schlussendlich konnte ich mich dann doch recht gut beherrschen und zog mit zwei kleinen jungs herum. Am ende gab es send off für mich mit allen kindern. Ich musste auf einem stuhl den kindern gegenüber platz nehmen. Eine gruppe sang mir ein lied, patrick und ein anderer don bosco schüler spielten mir ein kleines theater und ich wurde mit netten worten verabschiedet. Natürlich hatte ich auch noch eine kleine nachricht für die kinder! Besonders hatte mich auch gefreut, dass nana italo extra fürs send off gekommen war. Und bobo, philemon und john hatten sich wirklich besonders mühe gegeben! Den kindern gaben wir kekse als kleines geschenk und dann machte ich noch mit den animatoren und mit john ein foto. Das letzte mal sah ich das auto vollbeladen mit leuten hinten oben das boys home verlassen. Am abend hatte evelyn extra mit den jungs noch ein letztes mal fufu fürs abendessen vorbereitet. Wir ließen es uns auch dementsprechend schmecken! Das good night dauerte an diesem abend relativ lange, da bobo den jungs einige neuigkeiten für das kommende trimester zu erklären hatte!Samstag. Müde bin ich aufgestanden – komisch… ;-). Ich habe das vorletzte mal gewaschen, bevor ich wieder versucht habe zum fotografen zu gehen um die afrikanischen bilder machen zu gehen. Endlich hat es geklappt!!!! Kaum zu glauben ;-)! Dann habe ich noch bei solid meine letzten genähten kleidungsstücke abgeholt. Zurück zum DBBH! An diesem Vormittag hatte ich einige schwierigkeiten mit meiner gastfamilie. Ich wollte zu ihnen kommen um mich noch von ihnen zu verabschieden, bevor ich nach hause fuhr. Meine gastmutter sagte zuerst sie hätte keine zeit, wäre nicht zu hause…ich sollte meine addresse in grannys store zurücklassen und ich sollte dort mein abschiedsgeschenk abholen. Schlussendlich setzte ich mich durch zu ihrem haus zu fahren. Robert begleitete mich. Sie waren dann auch alle im haus. Nach ein bisschen höflicher konversation habe ich ihnen meine adresse gegeben und sie schickten robert hinaus, da sie noch mit mir beten wollten. Als allerletztes konnte ich ihnen endlich ihr hochzeitsgeschenk – ein holzkreuz – geben, es war endlich mit der post angekommen! Die verabschiedung war dann auch bald überstanden. Ich war nicht ein bisschen traurig mich von ihnen verabschieden zu müssen, mir hat es in keinster weise leid getan. Ich finde das eigentlich traurig und schade. Aber nach allem was ich in diesem haus miterlebt habe, kann ich zur zeit einfach keine allzu positiven gefühle für meine gastfamilie zu entwickeln. Ich habe immer das gefühl, dass sie sich nur nach außen hin so freundlich und „schleimig" geben, irgendwie ist das alles falsch… der samstagnachmittag war viel zu schnell um. Warum? Ich war das letzte mal beim oratory am Samstag vorbei. Letztes mal fahrt nach odumase und letztes gemeinsames samstagabendessen und abschiedsfeier mit den salesianern. Bekommen habe ich einen ganz netten kelch aus kokosnuss, einen flaschenöffner und zwei hefte über don bosco! Wie auch am tag zuvor in der schule, habe ich mich an diesem abend sehr gut beherrscht. Ich war traurig, aber andererseits ist der abend rasend schnell an mir vorbeigegangen und ich selber konnte alles zusammen eigentlich nicht wirklich glauben – ich war nicht ganz bei bewusstsein! Den letzten Samsagabend wollte ich noch nutzen um das letzte mal zum highlife-tanzen ins tyco gehen. Ich hatte mit amanda ausgemacht, die mit einem haufen kanadier und drei japanerinnen ankam, aaron tauchte dann auch noch auf! Ich tanzte zwar, aber so richtig habe ich es nicht genossen. An diesem abend fiel es mir schwer fröhlich zu sein, die abreise schwebte wie ein schwert über einem kopf. Als die live-band aufhörte begleitete mich aaron zum taxi, da ich nach hause wollte! Der abschied fiel mir nicht leicht.
Freitag. In der früh bin ich mit dem taxi zur messe mit den schulern nach odumase don bosco gefahren. Meine letzte messe dort und nachher…eine kurze abschiedsfeier für sister ama (mich!!!)! ein schüler hat extra für mich ein lied gesehen, mister josef hat sich bei mir für so vieles und unter anderem die besuche in teacherkrom bedankt. Von gertrud (officer) habe ich eine karte von der ganze schule bekommen. Sie hat ihren dank ausgesprochen und uns volunteere als vorbild hingestellt – durch gespräche mit den schülern hatte sie gesehen, dass diese nicht für einen volunteer service nach europa kommen würden, sondern nur um geld zu verdienen. Auch Facal hat eine kurze sehr nette Ansprache gehalten, das kleine Geschenk das ich erhalten habe war ein selbstgemachtes T-Shirt der Schüler und ein Gynyame-Holzkreuz über das ich mich besonders gefreut habe! Ich habe mich stark gezeigt während der ganzen feier, ich habe mich selbst nicht erkannt dabei… den rest des vormittags bin ich mit robert auf der bank im eingangsbereich der schule gesessen und habe mit ihm geratscht. Zu Mittag war ich dann mit sister elis, maria war leider krank, bei ewald und edith, einem deutschen schon älterem ehepaar, zum essen eingeladen! Es war sehr nett, wir haben geratscht und sehr gut gegessen – mein abschiedsessen mit ihnen! Danach habe ich das letzte mal bei feny und seinem vater vorbeigeschaut, wo er mir ein sehr nettes geschenk gemacht hat. Ein nettes bild, habe ich david geschenkt, da es in meinem koffer nicht platz gehabt hat und ein wunderschönes traditionelles gewand. Alle haben mich damit bestaunt. Ich bin zurück ins DBBH (ich hatte ein nahezu europäisches Programm, wenn man die dichte betrachtet, auf alle fälle hat mich das alles extrem nervös gemacht). Bright ist vorbeigekommen, um sich zu verabschieden, Asare ist vorbeigekommen, bevor ich mit marcus fotos machen gehen wollte – natürlich wurden wir wieder auf den nächsten tag verwießen, da kein strom da war. Ich konnte es nicht glauben… Marcus brachte mich dann Pastor Owusu Acheaws haus – Bruder meiner Gastmutter. Einmal wollte ich mich von ihm und der Familie verabschieden, ich hatte alle schon sehr lange nicht mehr gesehen und ich wollte auch ein Problem mit ihm besprechen. Es war dann auch sehr nett. Ich bin gemeinsam mit ihm über eine Stunde auf dem Teppichboden gesessen und haben geredet bis ich mich dann verabschiedet habe und ins DBBH bin. Letzter Freitagabend für mich, letztes Mal ausgehen ins Tyco. Um 10h zogen ich, Bobo, Bro Dennis, Bro Daniel, Evelyn, David, Robert los ins Tyco. Zusammensitzen, etwas trinken ratschen und Barbecue. Bei vorangeschrittener Stunde zogen wir los in den club, wo wir dann alle mit voller freude tanzten. Die musik war super und wir bzw konnten vom tanzen gar nicht genug kriegen. Als Bobo und der rest zum aufbruch riefen, wollte ich noch nicht gehen. Sie mussten, da am nächsten morgen ein treffen mit dem provincial auf dem programm stand. Da es aber mein letztes mal war, meinten sie ich sollte nur noch dort bleiben und es genießen. So blieb ich mit robert noch eine stunde länger dort, bevor wir dann doch müde mit einem taxi das tyco verließen. Am nächsten tag erfuhr ich, dass der taxifahrer robert ordentlich abkassiert hatte, da seien frau ja eine weiße ist und er dadurch ja viel geld habe. Die wahrheit war: robert war zu dem zeitpunkt ziemlich pleite!!!
Dann fing mit Montag meine letzte woche in ghana an ;-(!!!!! Eine freudige, sowie traurige woche mit viel programm im sinne von verabschiedungen und kleinigkeiten zu erledigen. Montag morgen besuchte ich marcus und dann asare und seine mutter, bevor ich am nachmittag nochmals zum haare stylen ging ;-). Als ich von dort ins boys home zuruck fuhr, traf ich meine hostparents. Anstatt mich freudig zu begrussen, blieben sie ganz kalt...die leute kann man vergessen!!! Den abend habe ich mit robert in odumase verbracht – ich versuche so viele leute wie moglich personlich zu verabschieden.
Am Dienstag fuhr ich mit christian von don bosco pro-life zu verschiedenen workshops um deren madels zu fotografieren, da die fotos immer wieder fur broschuren gebraucht werden. Dann war staff-meeting angesagt. Darauf kam josph appiah vorbei um mit mir uber einen sponsor fur seine schulbildung zu reden, ich musste in die stadt um fur christian die am vormittag geschnappten bilder auf den computer zu laden, dann ging ich bro joe besuchen, der leider nicht da war.... und am abend traf ich mich mit aaron bei ihm im hostel, wo wir einen film anschauten, ratschten und uns verabschiedeten...
Am Mittwoch ging es im gleichen tempo weiter. Asare in der stadt sehen, rundgang im municipal hospital um die leute dort zu verabschieden, auf die bank, wo sie mir schwierigkeiten machten und ich kein geld bekam, zu asares mutter, die mit mir reden wollte, mit marcus zum fotografen, wo aber kein strom war, wieder zuruck zur bank, wo ich endlich geld bekam, zuruck zum boys home, auf den wednesdaymarket letzte besorgungen machen.... ich bin schon fast wieder im europaischen rhythmus drin!!! scherz, ich hoffe das geht nicht so schnell, dass mich das europaische herumgerenne wieder einholt! am abend hat glaube ich ganz ghana champions league geschaut, die leute sind echt fanatisch! eigentlich wollte ich mich zu den jungs setzen, aber ich war so fertig, dass ich es auf meinem bett verschlafen habe....
heute am Donnerstag wollte ich eigentlich mit nach kintampo zum begrabnis von mr ananes bruder fahren. ich habe es mir dann doch anders uberlegt, um einen halbwegs ruhigen tag einzulegen. ich habe mich nach don bosco aufgemacht, wo ich von bro paolo die bescheinung abgeholt habe, damit ich mein paket auf der post abholen kann... dann habe ich mich in der schule blicken lassen, viele leute begrusst und herumgescherzt. ich habe das letzte mal in der schulkantine in beisein der lehrer gegessen. danach ging es ins noviziat, von wo aus ich euch diese zeilen schreibe. (heute in einer woche bin ich in europa...)
ab morgen fangen hier meine send-off partys an. meine gefuhle? die sind eher gemischt. einerseits freue ich mich schon wieder auf alle zu hause, andererseits muss ich so viele menschen hinten lassen, die ich lieb gewonnen habe. es wird nicht leicht, sondern sehr schwierig.....
ganz viele liebe grusse,
Ama
ps: freue mich schon auf die einladung fur heute am abend. fufuessen mit christian und pope von pro-life!
Nach meinem urlaub ging es schon gleich los mit der „arbeit“ am nachsten tag – Freitag 1. Mai. In der fruh fanden wir uns alle im salesianerhaus zum zweiten teil des staff-meetings ein. Den ersten teil hatte ich auf grund von kommunikationsschwierigkeiten am tag zuvor verpasst. Imput zu sozialer arbeit, diskussion von problemfallen unter den jungs, uberarbeitung des stundenplans.... mittagessen mit der salesian community. Dann schlossen wir die sitzung auch bald ab. Da ich noch das internet checken wollte, machte ich mich auf in noviziat, wahrend die anderen zuruck ins boys home fuhren. Dabei hatte ich aber eines vergessen...wir hatten zu diesem zeitpunkt keinen strom ;-)! So nix internet. So habe ich mich zum hostel aufgemacht, wo ich auch gleich prince, raphael und thomas nach den ferien wieder getroffen habe – die burschen werden mir echt fehlen. Ubrigens war hier am 1. mai auch feiertag!!! Dann hatte ich gluck. Set kam mit dem motorrad vorbei – das liess ich mir nicht entgehen und aufgesessen, denn in der prallen sonne zur kreuzung zu laufen, ist nicht gerade, was man sich wunscht. Dort trafen wir pope, ich wechselte motorrad und ab ging es ins boys home! Als ich dann am abend mit bobo nochmals nach don bosco kam, konnte ich dann meine emails checken, bevor es wieder zuruck ins boys home ging. Und da ich und david noch voller energie steckten, begleiteten wir bobo zur pfarrei, um uns das jugendtreffen und deren bibelquiz anzuschauen. Danach viel ich hundemude ins bett...!
Am Samstag am vormittag hiess es fur mich so einige sachen erledigen. Nach zwei wochen unterwegs, sammelt sich da so einiges an. Spater als geplannt wieder zuruck im boys home, bin ich auch gleich wieder zum regional hospital... am vormittag hatte ich durch eine sms erfahren, dass raphael, ein schuler aus don bosco, am vorabend eingeliefert worden war, da er blut erbrochen hatte. Ich war dann auch ein bisschen bei ihm, er war sehr schwach, bevor ich wieder zuruck bin und noch zeit beim oratory verbracht habe! Am abend hatte wir das abendessen im noviziat auf grund eines hohen besuchs aus bonn. Die hauptsponsoren fur ghana waren angereist. Wie immer hatten die novizen ein nettes abendprogramm vorbereitet und das essen liessen wir uns auch schmecken. Trotz der fortgeschrittenen stunde liess ich es mir dann nicht nehmen nochmals im krankenhaus vorbeizuschauen. Raphael sah schon viel besser aus und wir verbrachten eine lustige stunde – eine gute ablenkung in einem raum mit anderen zehn personen auf der ersten hilfe....
Am Sonntag ging ich nach odumasi zur messe, sah danach auf einen sprung mit robert im boys home vorbei, bevor ich mit ihm zuruck nach don bosco fur, wo ich ins noviziat ging um benedikt ein bisschen deutsch beizubringen und kurz meinen posteingang zu checken. Dann wieder ab zum oratory, wo ein kurzer rundgang mit den besuchern aus bonn durch das boys home stattfand und sie von den oratorykindern mit einem lied begrusst wurden. Den abend verbrachte ich vor dem computer mit.....blog schreiben!!!
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